Die Burg

Nürburg Ort

Die Nürburg ist mit 678 m Höhe die höchstgelegene Burg in Rheinland-Pfalz. Sie wurde auf einem Basaltkegel erbaut. Der Basaltfels wurde bereits um 954 n. Chr. als „Mons nore“, der schwarze Berg erwähnt und gab auch der Burg ihren Namen.

Als typische Gipfelburg wurde sie Anfang des 12. Jh. wohl von Theoderich I. von Are als Fluchtburg errichtet. Als er 1132 stirbt erhält sein Sohn Ulrich von Are den Herrenhof Adenau und die obere Grafschaft Are und baut die Fluchtburg zu einer stolzen Ritterburg aus. Er nannte sich ab 1144 Graf von Nürburg. Zwischen 1150 und 1160 gilt die Burg als fertig gestellt. 1169 wird er erstmals urkundlich zusammen mit der Burg erwähnt. Seine Nachkommen nennen sich zukünftig die „Herren von Nürburg und Are“ (=Altenahr). Sie sind Lehnsherren von Gnaden der Kölner Erzbischöfe und des Stauferkaisers. Ende des 13. Jh. Stirbt das Geschlecht der Grafen von Nürburg aus und die Besitztümer gehen endgültig an Kurköln über. Nürburg wird Sitz eines Amtmannes.

Seit dem 16. Jh. mehren sich die Klagen um den baulichen Zustand der Burg und seit dieser Zeit ist keine dauerhafte Bewohnung der Burg mehr zu verzeichnen. Ende des 16. Jh. wurde die Nürburg von niederländischen Soldaten geplündert, 1633, im 30jährigen Krieg, eroberten schwedische Truppen die Burg. 1689 wird die Nürburg von französischen Truppen weitgehend zerstört. Innerhalb der Burgruine wurde der Bergfried als Gefängnis des kurkölnischen Amtes Nürburg genutzt, bis 1752 die „Kerker ganz ruiniert“ waren. Die Burg wurde dem Verfall überlassen.

1815 kam die Nürburg an die preußische Domänenverwaltung. Auf dem Hauptturm wurde 1818 ein trigonometrischer Punkt eingerichtet. 1846/78 wurde die Burg restauriert: 1846 wurde die oberste Gewölbekuppel des Hauptturmes erneuert und als Plattform eingerichtet, 1871 die Brüstung und Steintreppe des Turmes erbaut und 1878 das Doppeltor der Hauptburg stark wiederhergestellt.
1949 übernahm das Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz die Betreuung der Burg; 1953 wurde sie der Verwaltung der staatlichen Burgen, Schlösser und Altertümer Rheinland-Pfalz übertragen. In den 1970er Jahren wurde die Burg umfassend saniert, verbunden mit Aufmauerungen und dem Aufsetzen neuer Kegeldächer auf die Flankierungstürme der Zwinger.

Seit 2013 sind erneut Restaurierungsarbeiten an der Burg im Gange, die auch auch noch bis 2015/2016 andauern werden.

   

Öffnungszeiten:

             1. April – 30. September    9 – 18 Uhr
             1. Oktober – 31. März    9 – 17 Uhr
            Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung.
             Im Dezember und am ersten Werktag der Woche
             geschlossen.

 

Parkplatz am Fuße des Burgbergs, ca. 10 Minuten Fußweg.

Bei Fragen erreichen Sie die Burgverwaltung unter Tel. 02691/2704 oder per Fax. 02691/931459.